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Tarifeinigung im sächsischen Nahverkehr - Kündigungsschutz

Tarifeinigung im sächsischen Nahverkehr - Kündigungsschutz
Die Tarifverhandlungen bei sächsischen Nahverkehrsunternehmen waren von Warnstreiks begleitet worden - jetzt gibt es einen Abschluss. (Archivbild) / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Von: DieSachsen News
Trotz gescheiterter 35-Stunden-Woche: Warum ver.di und Arbeitgeber den Tarifkompromiss im Sachsen-Nahverkehr als tragfähig bewerten und was sich für 6.500 Beschäftigte ändert.

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Nahverkehr in Sachsen ist beigelegt. Der Kommunale Arbeitgeberverband Sachsen und die Gewerkschaft ver.di einigten sich auf einen Tarifvertrag, wie beide Seiten mitteilten. Demnach wurde für die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe in Chemnitz, Dresden, Leipzig, und Zwickau ein vierjähriger Kündigungsschutz vereinbart. Sollte in dieser Zeit bei den Verkehrsbetrieben in Plauen Personal abgebaut werden, verpflichten sich die anderen Unternehmen, dieses aufzunehmen, hieß es.

Zudem wurde eine stufenweise Erhöhung der Jahressonderzahlung von derzeit 30 Prozent auf bis zu 50 Prozent eines Monatsentgelts vereinbart. Außerdem sollen die Nachtarbeitszuschläge steigen und es gibt Entlastungen bei Ruhezeiten und Dienstschichtlängen. Die Löhne sollen sich weiter parallel zu den Entgelten des öffentlichen Dienstes entwickeln. Mit ihrer Forderung nach einer 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich konnte sich die Gewerkschaft allerdings nicht durchsetzen. Es bleibt bei der 38-Stunden-Woche.

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Kompromiss in angespannten Zeiten

Ver.di-Verhandlungsführer Paul Schmidt sprach trotzdem von einem für beide Seiten tragfähigen Kompromiss in sehr angespannten Zeiten. Mit der Verhinderung der geforderten Arbeitszeitreduzierung auf 35 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich konnten deutliche Leistungskürzungen im Nahverkehr abgewendet werden, erklärte Jens Meiwald, Verhandlungsführer und Vorstand der Chemnitzer-Verkehrs AG.

Der Tarifvertrag gilt rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres und hat eine Laufzeit bis Ende 2029. Verhandelt wurde nach Gewerkschaftsangaben für rund 6.500 Beschäftigte.

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