Mehr Teilzeit, weniger Vollzeit: In Sachsen sinken Arbeitszeit und Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen weiter. Nach vorläufigen Berechnungen wurden von rund 2,05 Millionen Erwerbstätigen im vergangenen Jahr im Freistaat rund 2,76 Milliarden Arbeitsstunden geleistet, wie das Statistische Landesamt in Kamenz mitteilte.
Im Vergleich zu 2024 fiel der Rückgang beim Arbeitsvolumen mit minus 1,2 Prozent damit deutlich stärker aus als die Verluste bei der Zahl der Erwerbstätigen mit minus 0,7 Prozent. Auch die durchschnittliche Arbeitszeit je Erwerbstätigen sank laut der Statistiker auf 1.349 Stunden. Das waren sechs Stunden beziehungsweise 0,4 Prozent weniger als 2024.
Langfristig zeigt sich eine klare Tendenz: Seit 2015 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 2,4 Prozent, während das Arbeitsvolumen in diesem Zeitraum um 5,3 Prozent zurückging. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Arbeitszeit verringerte sich um 110 Stunden beziehungsweise 7,5 Prozent. Hauptursache ist den Angaben zufolge der zunehmende Anteil von Teilzeit- und Nebentätigkeiten, der die Rückgänge bei Vollzeitstellen nicht ausgleichen kann.