Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist am Freitag in weiten Teilen Sachsens nahezu lahmgelegt worden. Grund ist ein Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. In Dresden blieben sämtliche Straßenbahnen und Stadtbusse in den Depots, wie ein Sprecher der Dresdener Verkehrsbetriebe (DVB) auf Anfrage sagte. Lediglich in den Stadtrandgebieten wären einige wenige Busse von Unternehmen in Betrieb, die nicht vom Warnstreik betroffen seien.
Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen im Freistaat am Freitag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In Leipzig sowie Dresden soll der Streik auf den Samstag ausgeweitet werden. Schon beim vergangenen Warnstreik Anfang Februar war der öffentliche Personennahverkehr in Sachsen nahezu komplett zum Erliegen gekommen.
«Weit mehr als 1000 Beschäftigte haben sich landesweit an dem Ausstand beteiligt. Das ist großartig», sagte am Freitag Verdi-Verhandlungsführer Paul Schmidt der Deutschen Presse-Agentur. Der ÖPNV in Dresden, Chemnitz Zwickau und Plauen sei nahezu zum Erliegen gekommen. «Ich hoffe, dass sich die Arbeitgeber bald wieder mit uns an einen Tisch setzen», betonte Schmidt.