Zum ersten Mal in der Geschichte der Leipziger Messe haben sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einem Warnstreik beteiligt. Mit dem Ausstand unter dem Motto «Unsere Messe liebt uns nicht» wollen die Beschäftigten Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen machen. Verdi fordert unter anderem 650 Euro mehr Lohn sowie ein Urlaubsgeld in Höhe eines Monatsgehalts.
Die Leipziger Messe, die mit ihren Gesellschaftern Stadt Leipzig und Freistaat Sachsen in öffentlicher Hand ist, hat erst seit zwei Jahren einen Tarifvertrag. Mit ihren Gehältern liege die Messe rund 20 Prozent unter den Monatslöhnen der Gesellschafter, sagte Verdi-Fachbereichsleiter Paul Schmidt. Andere Messe-Gesellschaften in Deutschland zahlten höhere Löhne. Angesichts der Inflation und anderen Entwicklungen müsse daher auch bei der Leipziger Messe ein deutliches Lohnplus her.