Wie Carbonbeton Bauen klimafreundlicher macht
Carbonbeton als Baustein für klimafreundlicheres Bauen
Die Bauindustrie steht seit Jahren unter Druck: Sie verbraucht große Mengen an Rohstoffen und verursacht erhebliche CO₂-Emissionen. Carbonbeton bietet hier eine spannende Alternative zu herkömmlichem Stahlbeton. Durch den Einsatz von Carbon lassen sich Materialien deutlich effizienter nutzen, was den Bedarf an Beton und Bewehrung spürbar senken kann.
Im Vergleich zu Stahlbeton können laut Fachangaben 50 bis 80 Prozent Material eingespart werden. Zugleich sinken die CO₂-Emissionen um 75 bis 90 Prozent. Damit rückt eine Bauweise in den Blick, die nicht nur technisch leistungsfähig ist, sondern auch Ressourcen schont und den Klimaschutz unterstützt.
Ein Abend mit Einblicken in Forschung und Praxis
Am Montag, dem 19. Oktober 2026, um 19 Uhr, lädt die Kamenzer Bibliothek gemeinsam mit ihrem Förderverein zu einer neuen Ausgabe der Reihe „Worte & Weißwein“ ein. Im einstündigen Vortrag in der Stadtbibliothek G. E. Lessing wird erläutert, wie Carbonbeton entstanden ist, welche Forschungsergebnisse die Entwicklung vorangebracht haben und wo die Technologie heute bereits eingesetzt wird.
Zu Gast ist Professorin Birgit Beckmann vom Institut für Massivbau der TU Dresden. Sie leitet den Bereich „Carbonbeton und Impakt“ und beschäftigt sich mit der Weiterentwicklung sowie der praktischen Umsetzung dieser Bauweise. Im Mittelpunkt stehen ressourceneffiziente Konstruktionen für die Ertüchtigung bestehender Betonstrukturen ebenso wie für neue Bauwerke.
Relevanz für Bestand und Neubau
Besonders interessant ist Carbonbeton dort, wo Gebäude saniert oder bestehende Strukturen verstärkt werden müssen. Aber auch im Neubau eröffnet das Material neue Möglichkeiten. Die vorgestellten Beispiele aus Instandsetzung und Neubau zeigen, wie Forschung in konkrete Anwendungen übersetzt werden kann und welches Potenzial in der Technologie steckt.
Die Veranstaltungsreihe will Wissenschaft verständlich und nahbar machen. Der Abend bietet deshalb nicht nur fachliche Informationen, sondern auch die Gelegenheit zum Austausch mit einer Expertin. Der Eintritt kostet 5 Euro, für Schüler ist der Besuch frei.