Jedes Mal, wenn wir die Toilette spülen oder duschen, fließt etwas Wertvolles davon: Energie und Nährstoffe. Weltweit entstehen jährlich rund 359 Milliarden Kubikmeter Abwasser. Das ist viermal so viel, wie der Genfersee fasst. Darin steckt mehr als nur Schmutz: organische Stoffe und damit chemische Energie. „Darin stecken über 800.000 GWh chemische Energie, vergleichbar mit der Jahresproduktion von 100 Kernkraftwerken“, sagt Prof. Dr. Uwe Schröder von der Universität Greifswald.
Gemeinsam mit Kollegen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig untersucht er Technologien, die diese Energie nutzbar machen. Das wäre besonders für Kläranlagen interessant, denn sie gehören zu den großen Energieverbrauchern der kommunalen Infrastruktur. Ihr Forschungsüberblick erschien im Fachjournal Frontiers in Science.