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Brasilien ist Weltmeister: Instagram-Reichweite der WM-Teams

Brasilien führt das Ranking der Instagram-Reichweite bei der WM 2026 an – trotz Portugals Superstar Ronaldo.
Likes statt Tore: Eine HHL-Studie zeigt, welche WM-Nationen auf Instagram wirklich punkten. © stock.adobe.com/9parusnikov
Von: Wissensland
Brasilien ist nicht nur fußballerisch eine Weltmacht. Auch auf Instagram schlägt das Land alle anderen WM-Nationen. Eine neue Studie der HHL Leipzig macht deutlich, warum selbst Cristiano Ronaldo mit seinen 666 Millionen Followern daran nichts ändert.

Cristiano Ronaldo allein hat mehr Instagram-Follower als fast alle anderen WM-Spieler zusammen. Und trotzdem reicht diese Instagram-Reichweite für Portugal nur für Platz sieben. Wie kann das sein?

Forschende der HHL Leipzig Graduate School of Management haben zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 alle 48 teilnehmenden Nationen unter die Lupe genommen. Nicht auf dem Rasen, sondern auf Instagram. Sie wollten wissen: Welche Nation ist im Netz am stärksten aufgestellt? Dafür analysierte das Team 1.245 Spieler, 48 Nationaltrainer und 48 Fußballverbände.

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Brasilien siegt – Ronaldo verliert

Brasilien führt demnach das Ranking der Instagram-Reichweite vor Argentinien und Deutschland an. In der Auswertung erreicht Brasilien einen Wert von 18,2 Millionen Followern, Argentinien kommt auf 12,2 Millionen und Deutschland auf 6,2 Millionen. Portugal mit seinem Superstar Ronaldo landet dagegen nur auf Rang sieben. Dabei kommt Cristiano Ronaldo allein auf 666 Millionen Follower. So viele wie rund 93 Prozent aller untersuchten WM-Spieler zusammen. 

Der Grund liegt in der Methode. Die Leipziger Forschenden haben nicht einfach alle Followerzahlen einer Nation addiert. Stattdessen haben sie berechnet, wie gleichmäßig die Reichweite auf Spieler, Trainer und Verband verteilt ist. Entscheidend ist der sogenannte Median, also der mittlere Wert aus den elf followerreichsten Spielern, dem Trainer und dem Verbandsaccount. Wer von einem einzigen Star abhängig ist, schneidet dabei schlechter ab.

Nicht nur Fußball-Größen sind stark im Netz

"Die digitale Stärke internationaler Fußballnationen hängt nicht allein von Einzelpersonen ab. Entscheidend ist, wie breit die Reichweite über Spieler, Trainer und Verband verteilt ist", erklärt Studienleiter Prof. Dr. Henning Zülch. "Soziale Medien gehören zum internationalen Fußball wie Stadien und Fernsehkameras", ergänzt er.

Instagram-Popularität und sportlicher Erfolg gehen dabei nicht immer Hand in Hand. Marokko, Ägypten und Kolumbien schneiden im Ranking besser ab als viele traditionell starke Fußballnationen. Die Forschenden vermuten dahinter große internationale Fangemeinschaften und eine starke kulturelle Verbundenheit mit dem jeweiligen Team.

Insgesamt untersuchte das HHL-Team 1.341 Akteure – Spieler, Trainer und Verbände. 94 Prozent davon sind auf Instagram aktiv. Interessantes Detail am Rande: Nationaltrainer mit eigenem Account sind im Schnitt fünf Jahre jünger als Kollegen ohne.

Deutschland punktet mit Teamstärke

Deutschland belegt in Sachen Instagram-Reichweite Rang drei und ist damit die stärkste europäische Nation im Ranking. Anders als viele Konkurrenten hängt die Sichtbarkeit des DFB-Teams nicht von einem einzelnen Superstar ab, sondern verteilt sich auf mehrere Spieler.

Manuel Neuer ist mit 14,6 Millionen Followern der reichweitenstärkste deutsche Nationalspieler, steht aber nur für rund 20 Prozent der gesamten Kaderreichweite.

Die vollständige Studie der HHL Leipzig ist unter dem Titel "Social Media Weltmeister 2026: Samba, Superstars und die Macht der Millionen Follower" erschienen.

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