Sechs Planeten stehen derzeit ausnahmsweise gleichzeitig am Abendhimmel: Merkur, Venus, Saturn, Neptun, Uranus und Jupiter. Eine solche Konstellation entsteht laut Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg nur alle ein bis zwei Jahre. Normalerweise seien vielleicht zwei, drei Planeten zeitgleich am Himmel zu entdecken. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa schreibt von einer «Planetenparade» am Samstag.
Derzeit gesellt sich laut Liefke auch noch der zunehmende Mond hinzu. Weil die Planeten im Westen dann verhältnismäßig eng beieinander sind, gilt der Samstagabend als guter Zeitpunkt zur Beobachtung. Aber: «Die Ansicht der Planeten gilt ausschließlich für einen kurzen Zeitraum in der Abenddämmerung», berichtet Liefke. «Danach gehen Merkur, Venus, Saturn und Neptun im Westen unter und sind weg.»
Liefke spricht von einem Zeitfenster zwischen 19.00 Uhr und 19.15 Uhr, um eventuell auch noch Neptun mit dem Teleskop zu entdecken. Nach Merkur und Venus könne man demnach schon ab 18.30 Uhr Ausschau halten.