Zwischen Eisleben und Naumburg ist am Mittwoch in Zscheiplitz bei Freyburg (Burgenlandkreis) ein neues Stück des Lutherweges eröffnet worden. Von der Lutherstadt Eisleben im Landkreis Mansfeld-Südharz führt der neue Abschnitt zum Kloster St. Marien Helfta, zu den Kirchen St. Georgi Gatterstädt bei Querfurt, zur Stadtkirche St. Marien Freyburg und schließlich zum Naumburger Dom, wie die Evangelische Landeskirche Anhalts mitteilte. Zur Eröffnung sollte unter anderem der neue Pilgerstempel übergeben werden.
Ministerpräsident Reiner Haseloff war auch zur Eröffnung des neuen Weges in die Klosterkirche Zscheiplitz gekommen. «Wer Sachsen-Anhalt für sich entdeckt, wird feststellen: Es zählt zu den interessantesten Geschichts- und Kulturräumen in Deutschland», warb der CDU-Politiker. Der Lutherweg werde Sachsen-Anhalt auch zukünftig Potenziale erschließen und dem Tourismus wichtige und vor allem nachhaltige Impulse geben.
Unter den Orten, die der 80 Kilometer lange neue Abschnitt des Lutherweges nun verbindet, hat Naumburg eine besondere Bedeutung: Mindestens zwei Mal hielt sich der in Eisleben geborene Martin Luther (1483-1546) dort auf, weihte im Dom 1542 Nikolaus von Amsdorf zum ersten evangelischen Bischof.