Leipziger Forscher haben in der Nähe von Erfurt ein mögliches Massengrab aus der Pestzeit entdeckt. Damit sei nun wahrscheinlich erstmals in dieser Gegend ein Begräbnisort für die Opfer des «Schwarzen Todes» gefunden worden, teilte die Universität Leipzig mit. Europaweit seien bislang weniger als zehn bestätigte und präzise datierte Pestmassengräber bekannt.
Zeitgenössischen Chroniken zufolge wütete die Pest in Erfurt im Jahr 1350. Rund 12.000 Tote sollen in elf großen Gruben außerhalb der Stadt bestattet worden sein. Deren genaue Lage sei bislang jedoch unbekannt gewesen, teilte die Universität mit.