Die Stadt Dresden hat am Jahrestag ihrer Bombardierung vor 79 Jahren vor einem Wiedererstarken rechtsextremer Kräfte und reaktionärer Ideologien gewarnt. «Rassismus und menschenverachtende Weltbilder nehmen in unserer Gesellschaft zu. Antisemitismus wird wieder offen zur Schau gestellt. Auch in unserer Stadt werden Häuser in Brand gesteckt, um zu verhindern, dass dort Menschen einziehen, die ein Recht auf ein gerechtes Asylverfahren haben», sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Dienstag bei einer Kundgebung vor dem Rathaus. Er verurteilte gewalttätige Übergriffe und Rassismus im täglichen Leben.
Hilbert erinnerte daran, dass die Zeitzeugen der Luftangriffe auf Dresden und die Spuren der Zerstörung immer mehr weniger würden. «Wir stehen hier, weil die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft und die Opfer des Krieges untrennbar mit der Geschichte unserer Stadt verbunden ist. Die Menschenkette schließt sich um die Innenstadt von Dresden, damit diese Erinnerung nicht instrumentalisiert und von alten wie neuen Nationalisten umgedeutet wird. Wir stehen hier, weil es immer mehr politische Extremisten in unserem Land gibt, die unsere demokratische Verfassung infrage stellen.»