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Dresden warnt vor rechter Ideologie an Jahrestag der Bombardierung

Dresden warnt vor rechter Ideologie an Jahrestag der Bombardierung
Menschen treffen sich am Gedenktag zum gemeinsamen Singen vor dem Dresdner Kulturpalast. / Foto: Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News

Die Stadt Dresden hat am Jahrestag ihrer Bombardierung vor 79 Jahren vor einem Wiedererstarken rechtsextremer Kräfte und reaktionärer Ideologien gewarnt. «Rassismus und menschenverachtende Weltbilder nehmen in unserer Gesellschaft zu. Antisemitismus wird wieder offen zur Schau gestellt. Auch in unserer Stadt werden Häuser in Brand gesteckt, um zu verhindern, dass dort Menschen einziehen, die ein Recht auf ein gerechtes Asylverfahren haben», sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) am Dienstag bei einer Kundgebung vor dem Rathaus. Er verurteilte gewalttätige Übergriffe und Rassismus im täglichen Leben.

Hilbert erinnerte daran, dass die Zeitzeugen der Luftangriffe auf Dresden und die Spuren der Zerstörung immer mehr weniger würden. «Wir stehen hier, weil die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft und die Opfer des Krieges untrennbar mit der Geschichte unserer Stadt verbunden ist. Die Menschenkette schließt sich um die Innenstadt von Dresden, damit diese Erinnerung nicht instrumentalisiert und von alten wie neuen Nationalisten umgedeutet wird. Wir stehen hier, weil es immer mehr politische Extremisten in unserem Land gibt, die unsere demokratische Verfassung infrage stellen.»

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In den vergangenen Wochen seien in Deutschland und auch in Dresden Hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen, um für Demokratie zu demonstrieren. «Diese Demonstrationen haben eine weit größere Bedeutung, als der normale politische Wettstreit verschiedener Parteien oder Ideologien. Es geht um die Verteidigung der Menschenrechte als Grundlage für unser Zusammenleben. Deshalb bin ich der festen Überzeugung: Wir können und dürfen die Menschenkette als Teil dieser Bewegung betrachten.» Die Zukunft der Demokratie entscheide sich aber nicht bei Demonstrationen, sondern an der Wahlurne. Deshalb gelte es bei den anstehenden Wahlen in Stadt und Land ein Zeichen zu setzen.

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