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Weniger Borkenkäfer-Schäden – Sachsenforst sieht Entspannung

Weniger Borkenkäfer-Schäden – Sachsenforst sieht Entspannung
In Sachsens Wäldern hat sich die Lage nach den Extremjahren spürbar entspannt. (Archivbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News
Kahle Hänge, Schadholz in Massen – von 2018 bis 2020 traf der Borkenkäfer Sachsens Wälder hart. Jetzt ist die Lage ruhiger, der Trend zeigt nach unten. Doch wie lange hält die Erholung?

Nach den großen Waldschäden der vergangenen Jahre durch Borkenkäfer hat sich die Lage in Sachsen spürbar beruhigt. «Die Schadholzmengen sind nach den Höhepunkten in den Jahren 2019 und 2020 deutlich rückläufig und mit Blick auf ganz Sachsen zeichnet sich insgesamt eine Entspannung der Lage ab», sagte Lars Richter, Sprecher des Staatsbetriebs Sachsenforst. In Regionen wie dem Vogtland und dem Westerzgebirge sei das Befallsniveau zwar weiterhin erhöht, die Dynamik aber «deutlich geringer als in den Jahren zwischen 2018 und 2021». 

Zum Saisonstart gibt es erste, noch unbestätigte Hinweise auf Käferaktivität. «Es gibt bisher Meldung vereinzelter Einbohrungen, die sind aber noch nicht verifiziert», berichtete Richter. Erst mit Beginn des regulären Monitorings in der kommenden Woche seien genauere Aussagen möglich. Ein konzentrierter Schwärmflug sei bis Mitte April laut Wetterdienst eher unwahrscheinlich.

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Wetter als Risikofaktor

Die milden und trockenen Wetterbedingungen könnten die Entwicklung der Käfer begünstigen – vor allem für ihre Hauptwirtspflanze, die Fichte. «Ein früherer Beginn der Vegetationsperiode und ein geringeres Wasserangebot erhöhen grundsätzlich die Anfälligkeit der Wirtsbäume», erklärte Richter. Zwar könne Wärme die Käferentwicklung beschleunigen, aktuell seien aber keine Bedingungen wie im Dürrejahr 2018 zu erwarten.

Geeignetes Brutmaterial wie Sturmholz sei in diesem Winter kaum angefallen. «Dieses für die überwinterten Käfern sehr geeignete erste Bruthabitat hätte wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung in den Folgemonaten», sagte Richter. 

Aufräumen, beobachten, schnell reagieren

Zur Vorbeugung seien Aufräumarbeiten im Staatswald bereits weitgehend abgeschlossen. Zudem würden gefährdete Bestände regelmäßig kontrolliert. Bei Befall sei eine schnelle Entnahme betroffener Bäume nötig.

Ein intensives Fallenmonitoring werde fortgesetzt. Ziel sei es, «den rückläufigen Trend weiter zu verstetigen und gegebenenfalls eintretende Trendänderungen rechtzeitig zu signalisieren».

Auch die Bestände potenziell gefährdeter Bäume hätten sich im Vergleich zum Vorjahr stabilisiert. «Flächige Bestandsausfälle sind im Gegensatz zu 2018 bis 2020 mittlerweile selten», sagte Richter. Der Befall beschränke sich meist auf kleinere Herde. Eine Trendumkehr sei aber möglich – je nach Wetterverlauf in den kommenden Monaten.

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