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Brains on Silicon 2026 bringt internationale KI-Spitzen nach Dresden

KI-Konferenz
Keynote auf der Mainstage vor vollem Publikum im International Congress Center Dresden. (Bild: Veranstalter)
Von: DieSachsen News
Am 14. und 15. September 2026 wird Dresden erneut zum Treffpunkt für angewandte Künstliche Intelligenz. Bei der Brains on Silicon 2026 im ICD Dresden sprechen Expertinnen und Experten von Unternehmen wie SAP, GitHub und You.com darüber, wie KI aus Pilotprojekten in echte Geschäftsprozesse kommt.

Dresden wird im September zum Treffpunkt für angewandte KI

Die KI-Konferenz Brains on Silicon geht am 14. und 15. September 2026 im Internationalen Congress Center Dresden in die nächste Runde. Erwartet werden mehr als 1.500 Teilnehmende und über 75 Speakerinnen und Speaker. Das Motto der Veranstaltung lautet „Closing the implementation gap“ – also die Lücke zwischen dem enormen Potenzial generativer KI und der konkreten Umsetzung in Unternehmen zu schließen. Die Konferenz kombiniert Bühnenprogramm, Expo, Startup-Zone, Masterclasses und Networking-Formate.

Damit positioniert sich Dresden erneut als Standort, an dem Künstliche Intelligenz nicht nur diskutiert, sondern praktisch gedacht wird. Im Mittelpunkt stehen Entscheiderinnen und Entscheider, Gründer, Fachteams und Technologieanbieter, die KI in Produkte, Prozesse und Organisationen bringen wollen. Auf der offiziellen Veranstaltungsseite heißt es dazu: Brains on Silicon verbinde Menschen, „die KI nicht nur diskutieren, sondern konkret in Produkte, Prozesse und Organisationen überführen“.

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Richard Socher kommt zurück in seine Heimatstadt

Zu den prominentesten angekündigten Köpfen gehört Richard Socher, Gründer und CEO von You.com, Mitbegründer von AIX Ventures und Recursive.AI sowie früherer Chief Scientist und Executive Vice President bei Salesforce. Der gebürtige Dresdner zählt zu den international bekanntesten Forschern im Bereich Natural Language Processing und Deep Learning. Laut Falling Walls Foundation war Socher zuvor Chief Scientist und EVP bei Salesforce und gilt als einer der meistzitierten NLP-Forscher weltweit.

Sein Auftritt hat für Dresden eine besondere Symbolik: Ein KI-Forscher, der aus der Stadt stammt, im Silicon Valley Unternehmen aufgebaut hat und an zentralen Entwicklungen der natürlichen Sprachverarbeitung beteiligt war, bringt diese Perspektive zurück an den sächsischen Technologie-Standort. Gerade für Unternehmen in Sachsen dürfte spannend sein, wie aus Forschung, Produktentwicklung und Skalierung marktfähige KI-Anwendungen entstehen können.

Auch Philipp Klöckner und Philipp Depiereux gehören zu den Namen, die dem Programm zusätzlich Gewicht geben. Klöckner ist Digital-Stratege, Investor, Advisor und Co-Host des Doppelgänger Tech Talks. Depiereux ist Unternehmer, Gründer und Autor; mit etventure begleitete er über Jahre digitale Transformationsprozesse in Unternehmen. Der Veranstalter kündigt zudem Speakerinnen und Speaker aus dem Umfeld großer Technologieunternehmen wie SAP, GitHub und You.com an.

Vier Schwerpunkte für die KI-Praxis

Inhaltlich setzt die Brains on Silicon 2026 auf vier strategische Säulen: Agentic Workflows, Human + AI Partnership, Physical AI und Sovereign Stack. Bei den Agentic Workflows geht es um KI-Agenten, die nicht nur antworten, sondern Aufgaben in Geschäftsprozessen übernehmen. Human + AI Partnership betrachtet neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI-Systemen. Physical AI verbindet Künstliche Intelligenz mit Hardware, Robotik, Edge AI und Photonik. Der Bereich Sovereign Stack widmet sich rechtssicherer, skalierbarer und unabhängiger KI-Infrastruktur im Umfeld des EU AI Act.

Für Unternehmen ist das Thema wichtig, weil viele derzeit vor ähnlichen Fragen stehen: Welche KI-Anwendungen schaffen echten Nutzen? Wie lassen sich Pilotprojekte skalieren? Welche Daten, Prozesse und Verantwortlichkeiten braucht es? Und wie kann KI eingesetzt werden, ohne rechtliche, organisatorische oder wirtschaftliche Risiken zu unterschätzen? Die Konferenz verspricht darauf keine abstrakten Zukunftsbilder, sondern konkrete Umsetzungsbeispiele, Masterclasses und Erfahrungsberichte aus der Praxis.

Warum die Konferenz für Sachsen wichtig ist

Die Brains on Silicon passt in ein größeres Bild: Dresden ist nicht nur ein starker Mikroelektronik- und Halbleiterstandort, sondern entwickelt sich zunehmend zu einem Ort, an dem Hardware, Software, Forschung, Startups und industrielle Anwendung zusammenkommen. Genau diese Verbindung macht den Standort für KI relevant. Ein Teilnehmerzitat aus dem Rückblick auf 2025 bringt diesen Anspruch auf den Punkt: „Brains on Silicon demonstriert perfekt, wie das Weltklasse-Ökosystem unserer Region das ideale Fundament ist, um die nächste Welle praktischer KI-Anwendungen voranzutreiben.”

Für Besucherinnen und Besucher bietet die Konferenz vor allem Orientierung. Wer KI im eigenen Unternehmen einführen oder weiterentwickeln will, bekommt Einblicke in technologische Trends, wirtschaftliche Potenziale und organisatorische Herausforderungen. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie viel der präsentierten Dynamik im Alltag der Unternehmen tatsächlich ankommt. Gerade deshalb kann der Praxisfokus der Veranstaltung entscheidend sein: Nicht die nächste Demo ist relevant, sondern die Lösung, die im Vertrieb, in der Entwicklung, in der Produktion oder im Kundenservice messbar funktioniert.

DIE SACHSEN NEWS hatte bereits über die Fortsetzung der Konferenz berichtet. Nach der Premiere wurde angekündigt, das Format 2026 mit mehr Praxisbezug, erweiterter Expo, neuen Matchmaking-Formaten und stärkerer internationaler Beteiligung weiterzuentwickeln. Stefan Queißer wurde dabei mit den Worten zitiert: „Nach dem starken Auftakt ist klar: 'Brains on Silicon' wird fortgesetzt und als feste Plattform für die deutsche und europäische KI-Community etabliert“.

Die Wurzeln des Formats liegen in der wachsenden Dresdner KI-Community. DIE SACHSEN NEWS hatte die Entwicklung bereits 2025 im Beitrag „Brains on Silicon 2025 – Von der Community zur ersten großen KI-Konferenz“ nachgezeichnet. Aus Meetups, Netzwerken und Fachveranstaltungen wurde ein Konferenzformat, das Forschung, Startups, Mittelstand und internationale Gäste zusammenbringt.

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