Die Volkswagen-Belegschaft geht laut einer internen Umfrage hart mit der Außendarstellung des Unternehmens durch den Vorstand ins Gericht. Wegen der «desaströsen Kommunikation nach außen durch den Vorstand» seien die Mitarbeiter und deren Familien «verunsichert und verängstigt», heißt es in einem Intranet-Artikel, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
In der vom Betriebsrat initiierten Online-Erhebung zur Stimmungslage habe die Belegschaft in der vergangenen Woche (17. bis 21. August) im Intranet des Unternehmens die Möglichkeit gehabt, Kritik und Erwartungen an Konzernchef Oliver Blume und den übrigen Vorstand zu formulieren. Zu dem Aufruf habe die Möglichkeit gehört, per Like Zustimmung für die jeweiligen Vorschläge zu signalisieren.
Mehr als 100 Fragen hätten am Ende zur Auswahl gestanden. Zusammengefasst thematisierten die Top fünf Fragen demnach folgende Aspekte:
- Kritik an der Kommunikation des Konzernvorstandes
- Angst der Belegschaft um ihre Arbeitsplätze
- Die Zukunft sozialverträglicher Abbauhebel sowie von Altersteilzeit und Aufhebungsverträgen
- Die Perspektiven für die Werke Emden, Hannover, Neckarsulm, Osnabrück und Zwickau
- Die Strategie für Kundenvertrauen, Zukunftsprodukte und die Abläufe in der eigenen Organisation