Für Thüringen und Sachsen steht fest, wo die Kabel für die Stromtrasse Südostlink verlegt werden sollen. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz stellte seine Pläne am Dienstag in Gera vor. Die Unterlagen seien vollständig und sollen Ende kommender Woche bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden, sagte die für die Genehmigung zuständige Projektleiterin Sandra Eickhoff-Kehr.
Über die rund 540 Kilometer lange Trasse soll voraussichtlich ab 2027 Strom aus Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt nach Isar in Bayern transportiert werden. In einem zweiten Vorhaben soll Strom aus Klein Rogahn bei Schwerin ebenfalls über den Südostlink in den Süden geführt werden. Beide Leitungen werden nach Angaben des Betreibers rund 4000 Megawatt übertragen, was der Leistung von rund 1400 Windkraftanlagen entspreche. 50Hertz ist für die Planungen in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zuständig.
«Das Vorhaben zur Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung ist ein zentrales Projekt der Energiewende», sagte Eickhoff-Kehr. Gleichstrom sei besonders geeignet, um lange Transportwege ohne große Verluste zu überwinden. Die Übertragungsnetze seien von zentraler Bedeutung, weil Strom zunehmend nicht mehr dort erzeugt werde, wo er hauptsächlich gebraucht werde.