Mit lautem Gehupe und der Blockade zahlreicher Autobahnauffahrten haben Sachsens Landwirte seit den frühen Morgenstunden im ganzen Freistaat für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Allein in Leipzig, dem Leipziger Landkreis sowie in Nordsachsen habe es bis zum Nachmittag mehr als 40 Versammlungen gegeben, teilte die Polizei am Montagabend mit. An den dortigen Protesten hätten sich knapp 4000 Menschen mit etwa 3000 Fahrzeugen beteiligt. Am Leipziger Innenstadtring kam es im morgendlichen Berufsverkehr zu Staubildungen. In den Landkreisen Görlitz und Bautzen hatten sich nach Polizeiangaben waren etwa 2000 Traktoren Lastwagen und Autos an dem Protest beteiligt.
Als Reaktion auf Bauernproteste hatte die Bundesregierung vergangenen Donnerstag angekündigt, einen Teil der geplanten Subventionskürzungen zurückzunehmen. Die Ampel-Koalition will auf die Abschaffung der Kfz-Steuerbefreiung für die Landwirtschaft verzichten. Es solle ein erheblicher bürokratischer Aufwand für die betroffenen Unternehmen vermieden werden. Die Abschaffung der Steuerbegünstigung beim Agrardiesel soll gestreckt und in mehreren Schritten in den kommenden Jahren vollzogen werden. Der Deutsche Bauernverband hält die Maßnahmen aber für unzureichend.