Deutschland muss nach Einschätzung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) für Unternehmen und ausländische Arbeitskräfte attraktiver werden. Man brauche etwa Attraktivität mit Blick auf die Steuer- und Abgabenlast und die Arbeitszeitgestaltung, sagte Kretschmer am Dienstag bei einer Pressekonferenz zur Ansiedlung des taiwanischen Chipkonzerns TSMC in Dresden. «Jeder, der nach Deutschland kommt, wird feststellen, dass es nicht so attraktiv ist, hier zu arbeiten wie in anderen Weltregionen. Das ist eine große Herausforderung.» Ohne Zuwanderung von Fachkräften werde es nicht gelingen.
TSMC hatte am Dienstag angekündigt, eine Halbleiterfabrik in der sächsischen Landeshauptstadt bauen zu wollen. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Investitionssumme zehn Milliarden Euro übersteigen wird. Das Werk soll gemeinsam mit den Konzernen Bosch, Infineon und NXP gebaut werden, die jeweils zehn Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten sollen. TSMC kommt auf 70 Prozent. Der Mitteilung zufolge sollen etwa 2000 Jobs entstehen. Der Produktionsstart wird für 2027 angestrebt.