Der ostdeutsche Stromnetzbetreiber Mitnetz Strom plant in diesem Jahr Investitionen von 565 Millionen Euro für den Ausbau und die Optimierung des Netzes. Das sind 40 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr, teilte das Unternehmen mit. Damit investiere man mehr als je zuvor in die Resilienz und die Energiewende, 2020 seien es noch 288 Millionen Euro gewesen, sagt der scheidende technische Geschäftsführer Dirk Sattur. Er wird künftig durch Lutz Eckenroth ersetzt.
KI-Boom lässt Nachfrage von Rechenzentren steigen
Die große Nachfrage von Rechenzentren wird vor allem mit dem Boom bei Künstlicher Intelligenz in Verbindung gebracht. 2024 seien allein im Bereich Rechenzentren Anschlüsse im Umfang von knapp 7 Gigawatt Leistung nachgefragt worden, gab Janssen bekannt. Dieser Trend habe sich im ersten Quartal dieses Jahres fortgesetzt.
Bis 2030 mehr als 3 Milliarden Euro für Ausbau des Netzes geplant
Sattur zufolge wird die hohe Nachfrage nach Infrastrukturleistungen auch in Zukunft zu einem hohen Niveau an Investitionen führen. Bis 2030 seien mehr als drei Milliarden Euro für Ausbau und die Entwicklung des Netzes geplant: in Sachsen rund 1,5 Milliarden Euro, in Sachsen-Anhalt eine Milliarde, in Brandenburg 700 Millionen und in Thüringen 100 Millionen. Man bleibe ein verlässlicher Partner für Kommunen, Industrie, Gewerbe und Privatkunden.
«Smartifizierung» des Stromnetzes steht an
Zugleich setzt das Unternehmen auf die «Smartifizierung» des Stromnetzes. Dahinter verbirgt sich der Ausbau von digitalen Trafostationen. In diesem Jahr sollen 500 davon hinzukommen, bis 2030 mehr als 4.000 aufgebaut und 3.000 digital nachgerüstet sein. Insgesamt hat Mitnetz 20.000 Ortsnetztrafostationen. Ziel ist es, den Leistungsbedarf besser zu beobachten und entsprechende Maßnahmen bei einer drohenden Überlastung der Verteilnetze einzuleiten.