Das Pharmaunternehmen Demecan hat in Ebersbach bei Dresden mit der Zucht von Cannabispflanzen für medizinische Zwecke begonnen. «Die ersten Pflanzen sind da», sagte Mitbegründer und Geschäftsführer Constantin von der Groeben der Deutschen Presse-Agentur. Daraus würden nun die Mutterpflanzen gezüchtet, mit denen dann der kommerzielle Anbau in den nächsten Wochen gestartet wird.
Es werde so lange selektiert, bis man zwei Sorten gefunden habe, die für den Anbau von medizinischem Cannabis am besten geeignet seien, so von der Groeben. «Da geht es um konstanten Wuchs, Ertrag und Cannabinoid-Gehalt.» Die beiden Pflanzensorten sollen dann durch Stecklinge kontinuierlich nachgezüchtet werden. Dazu laufen derzeit Absprachen mit der Arzneimittelbehörde und der Bundesopiumstelle.
In der vergangenen Woche wurde der Umbau des ehemaligen Schlachthofes zu einer Indoor-Produktionsstätte mit Büroflächen und Labor durch die Behörden abgenommen. Nun wird der Betrieb hochgefahren, werden Sicherheitstechnik und Anlagen getestet. Die Luftfilter laufen im Probebetrieb. «Die sorgen für einen Überdruck in den Räumen, damit keine Partikel in die Räume hineingetragen werden», sagte von der Groeben.