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Maschinenbau: Jahresbilanz dank Auslandsaufträgen im Plus

Maschinenbau: Jahresbilanz dank Auslandsaufträgen im Plus
Ein Arbeiter schweißt Maschinenteile zusammen. / Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa
Von: DieSachsen News

Überdurchschnittlich hohe Auftragseingänge aus dem Ausland Ende letzten Jahres haben die Jahresbilanz des ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbaus gerettet. Für das Gesamtjahr stehe im Vergleich zum Vorjahr nach Abzug der Inflation ein Auftragsplus von real sieben Prozent, teilte der Branchenverband VDMA am Freitag in Leipzig mit. Demnach bestellten Kunden im Dezember insgesamt preisbereinigt 95 Prozent mehr Maschinen, Anlagen, Komponenten und Dienstleistungen als im Vorjahresmonat.

Die Aufträge kamen dem Verband zufolge vor allem aus dem Ausland und seien in verschiedenen Teilbranchen eingegangen - etwa in der Antriebstechnik, dem Verpackungs- und Werkzeugmaschinenbau sowie in der Fördertechnik. Eine konjunkturelle Erholung sei allerdings nicht in Sicht. Welche Aufträge explizit zur positiven Entwicklung der Jahresbilanz beigetragen haben, gab der Verband aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht bekannt. Er bestätigte jedoch, dass die Bestellungen aus dem Ausland um 136 Prozent zulegten. Die Nachfrage innerhalb Deutschlands blieb dagegen wie schon zuletzt schwach (minus neun Prozent).

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«Ein Auftragsplus in dieser Größenordnung ist nicht alltäglich», sagte der Verbandsgeschäftsführer Ost, Oliver Köhn. Er bedauere, dass nicht die gesamte ostdeutsche Branche von den vielen Auftragseingängen aus dem Ausland profitieren konnten. Demnach zogen nur einige wenige Unternehmen Großaufträge an Land. Profitieren konnten vor allem die Maschinenbau-Betriebe. Sie erhielten 14 Prozent mehr Aufträge aus dem Ausland als vor einem Jahr. Allerdings gingen die Aufträge aus dem Inland deutlich zurück (minus 15 Prozent).

Generell berichten dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zufolge viele Firmen von einer schwierigen Auftragslage. Die Gründe hierfür seien vielfältig. Köhn machte vor allem die schwache Weltwirtschaft, die geopolitischen Krisenherde, Deutschlands Haushaltskrise in den vergangenen Monaten und den «Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung» für die unsichere Lage verantwortlich.

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