Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit hat der Jenoptik-Konzern in Dresden ein neues Werk für Mikrooptik eröffnet. Mit knapp 100 Millionen Euro sei es die größte Einzelinvestition der jüngeren Geschichte, sagte Stefan Traeger, Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG. Die neue Fabrik beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter.
Werk produziert Sensoren für die Halbleiterindustrie
Die Produktion erfolgt ausschließlich in Reinräumen, die höchste Anforderungen an Vibrationsfreiheit und Temperaturstabilität erfüllen müssen, hieß es. In Dresden sollen Spezial-Mikrooptiken und Sensoren für die Halbleiterausrüstungsindustrie gefertigt werden, etwa auch für Anwendungen in der Künstlichen Intelligenz.
Jenoptik ist seit 2007 in Dresden aktiv. Die bislang über die Stadt verteilten Standorte sind nun unter einem Dach vereint. Neben Dresden fertigt das Unternehmen seine Hochpräzisions- und Mikrooptiken auch in Jena und Triptis in Thüringen, im schweizerischen Heerbrugg sowie an zwei Standorten in den USA.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bezeichnete die Innovation als «starkes Signal für Innovation und Zusammenarbeit im Silicon Saxony» - dem sächsischen Halbleiterzentrum in Dresden und Umgebung. Das neue Werk trage zur weiteren Entwicklung des europaweit einzigartigen Halbleiter-Ökosystems bei.