Die Beschäftigten des Zugherstellers Bombardier Transportation sollen bis Juli Klarheit über die Zukunft ihrer Standorte erhalten. Langfristige Garantien werde es nicht geben, sagte Deutschlandchef Michael Fohrer der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Mittwoch). Man wolle aber jeden Standort auf den Weg zur Rentabilität bringen. «In den vergangenen fünf Jahren war die deutsche Bilanz leider negativ.» Wie viele der 8500 Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr sind, sagte Fohrer nicht.
Das Management will demnach im größten deutschen Standort in Hennigsdorf bei Berlin die Serienfertigung von Zügen einstellen. Nur Prototypen und Testfahrzeuge sollen dort noch entstehen. «Hennigsdorf beabsichtigen wir als Kompetenzzentrum für die Entwicklung von S- und U-Bahnen sowie Regional- und Fernzügen auszubauen», kündigte Fohrer an. «Die Serienfertigung soll dann an den Standort Bautzen gehen.» Dazu spreche Bombardier mit dem Freistaat Sachsen über Fördermittel.
Görlitz soll sich auf Aluminium-Wagenkästen spezialisieren. Das weltweite Produktionszentrum für Loks ist in Kassel geplant, entwickelt werden sie in Mannheim. In Braunschweig soll weiter Signal- und Steuerungstechnik entstehen, in Siegen Drehgestelle.