Dresden. Sachsens Unternehmen können seit Donnerstag bürokratische Hürden über zwei neue Onlinewerkzeuge sichtbar machen, wie die drei sächsischen Industrie- und Handelskammern mitteilen. Über einen gemeinsamen Bürokratiemelder könnten Betriebe schildern, wo Verfahren zu lange dauerten, Meldungen doppelt anfielen oder Vorgänge weiter auf Papier statt digital liefen. Je konkreter das Praxisbeispiel, desto gezielter lasse sich daraus etwas ableiten.
Umsetzungsmonitor verfolgt beschlossene Entlastungen nach
Mitgetragen wurde die Idee in der Vollversammlung der IHK Dresden unter anderem von Martin Wesner, Mitgründer und Geschäftsführer des Dresdner Transportervermieters CarlundCarla. Er rief in einem LinkedIn-Post Unternehmen dazu auf, konkrete Hemmnisse zu melden; nur was sichtbar werde, lasse sich verbessern.
Sächsische Wirtschaft kämpft mit schwacher Konjunktur
Hintergrund ist die schwache Stimmung in der sächsischen Wirtschaft. Der IHK-Geschäftsklimaindex verharrt zu Jahresbeginn 2026 bei 99 Punkten; an der Umfrage beteiligten sich 1760 Unternehmen mit annähernd 82.000 Beschäftigten. Bürokratie zählt dabei zu den am häufigsten genannten Belastungen. Auf Landesebene hat Sachsen inzwischen eine Koordinierungsstelle Bürokratieentlastung bei der Staatskanzlei eingerichtet. I
Der Bürokratiemelder ist über die Internetseiten der drei sächsischen Industrie- und Handelskammern erreichbar.