Bierliebhaber in Sachsen müssen sich zum Beginn der diesjährigen Biergartensaison auf höhere Preise einstellen. «Das Bier ist teurer geworden, weil die Einkaufspreise pro Hektoliter für Gastronominnen und Gastronomen gestiegen sind», sagte der Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Sachsen, Axel Klein, der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei unter anderem Folge der gestiegenen Produktions- und Energiekosten. Ein weiterer Grund seien höhere Personalkosten. Klein geht zudem davon aus, dass die höheren Preise auch mit dem zurückgegangenen Bierkonsum zusammenhängen.
Wegen der Corona-Pandemie hatte die Bundesregierung 2020 beschlossen, die Mehrwertsteuer bei Speisen in der Gastronomie grundsätzlich abzusenken. Diese vorübergehende Hilfs-Regelung ist Ende 2023 ausgelaufen. Mit der Rückkehr zum Mehrwertsteuersatz von 19 statt 7 Prozent gilt also wieder der Normalzustand aus der Zeit vor der Pandemie. Letztlich aber entscheiden die Gastronomen, ob sie die höhere Steuer auch an Kunden weiterreichen. Auch Bierbrauer hatten sich dafür stark gemacht, den ermäßigten Steuersatz beizubehalten, weil sie weniger Restaurantbesuche und damit auch Einbußen beim Getränkeumsatz fürchteten.