Wegen der aktuellen Absatzschwäche und dem Umbruch zur E-Mobilität ringen etliche Zulieferbetriebe in Sachsen um ihre Zukunft. Viele seien reine Fertigungsstandorte, sagte Andreas Wächtler vom Branchenverband AMZ der Deutschen Presse-Agentur. Allein im Landkreis Zwickau hätten von 41 Zulieferern nur 6 eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Das Gros der Betriebe sei davon abhängig, wie sich die Rahmenbedingungen für die Produktion entwickeln. Handlungsbedarf sieht Wächtler daher vor allem bei den Energiepreisen, der Verfügbarkeit von Personal und der Bürokratie.
«Wenn sich das Blatt nicht rigoros dreht, werden wir viele Unternehmen verlieren», warnte er. Viele Zulieferer hängen an den großen Autobauern. Neben Volkswagen mit seinen Standorten in Zwickau, Chemnitz und Dresden sind das in Sachsen BMW und Porsche in Leipzig. War das Zwickauer VW-Werk Vorreiter beim Umstieg auf E-Autos, haben sich dort zuletzt die Negativmeldungen wegen schleppenden Nachfrage und wachsender Konkurrenz gehäuft. Mit dem Wegfall der staatlichen Kaufprämie könnte sich dies 2024 verschärfen. Die Stimmung der Beschäftigten sei angespannt, so Betriebsratsvize Kristin Oder.