Der Regen der vergangenen Tage hat Bäche und Flüsse in Sachsen wieder anschwellen lassen. «Der Wassergehalt ist insgesamt hoch und die Böden sind voll», beschrieb eine Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) am Montag die Situation. Örtlich seien bereits Hochwassermeldegrenzen überschritten. Während die Warnung für die Untere Weiße Elster aufgehoben wurde, ging aktuell eine für die Neiße heraus. «Dort wird die Alarmstufe 1 am Pegel Görlitz am Nachmittag überschritten, der Grenzwert für die Alarmstufe 2 aber nicht erreicht.»
Durch Niederschläge und Schneeschmelze im Riesen- und Isargebirge in Tschechien sowie in den Kammlagen der hiesigen Mittelgebirge nimmt auch die Elbe immer weiter zu. Bereits am Samstagmittag war am Pegel Dresden mit einem Wert von vier Metern Alarmstufe 1 erreicht. Die Hydrologen im Landeshochwasserzentrum rechneten damit, dass in der Nacht zum Mittwoch Alarmstufe 2 bei fünf Metern leicht überschritten wird. Das sei «nichts Kritisches» und danach sinke der Wasserstand, sagte die LfULG-Sprecherin.