Nach dem Fund von Ampullen mit Chemikalien hat die Stadt Chemnitz ein Waldgebiet gesperrt. Es handle sich um Bereiche des Ebersdorfer Waldes, des Grenzwaldes sowie südlich davon gelegene Ruinenflächen, teilte die Stadtverwaltung mit. Das Betreten dieser Gebiete außerhalb markierter oder ausgewiesener Straßen und Wege sei untersagt.
Den Angaben zufolge sind dort seit Anfang Mai wiederholt Glasgefäße gefunden worden, deren Herkunft bisher nicht genau zugeordnet werden konnte. Darin seien teilweise Chemikalien enthalten gewesen, die giftig, krebserregend, ätzend oder auch explosiv seien, hieß es.
Die Behörden gehen den Angaben zufolge davon aus, dass weiteres belastetes Material und mit schädlichen Chemikalien gefüllte Kleinbehälter im gesamten Waldstück oberflächennah gelagert sind oder von Wildtieren oder Personen ausgegraben werden könnten.
Über die Funde heißt es weiter, die Gefäße seien teilweise kyrillisch beschriftet gewesen. Daher sei möglich, dass ein Zusammenhang mit der einstigen Nutzung der Fläche durch die Sowjetarmee besteht, die bis etwa 1993 dort stationiert war.