Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hat der aktuellen Bundesregierung Versäumnisse beim Zivilschutz vorgeworfen. Sie habe «entgegen den vielfältigen und wiederkehrenden Mahnungen der Länder den Zivilschutz insgesamt sträflich vernachlässigt, und das gilt auch für den Selbstschutz der erwachsenen Bevölkerung», sagte Schuster auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Bundesinnenministerium spricht von vielfältigen Gefahrenlagen
Damit reagierte er auf Äußerungen aus dem Bundesinnenministerium, das eine bessere Vorbereitung der Bevölkerung auf Naturkatastrophen und sogenannte hybride Bedrohungen für sinnvoll erachtet. Mit Naturkatastrophen, Bränden, Stromausfällen, Cyberattacken und hybriden Bedrohungen gebe es eine «vielfältige Gefahrenlage», sagte der Sprecher des Ministeriums, Maximilian Kall, in Berlin. Daher brauche es dafür «ein höheres gesellschaftliches Bewusstsein».