Es geht um ein internationales Geldwäschenetzwerk und organisierte Kriminalität. Um den Beteiligten auf die Schliche zu kommen, hat die Staatsanwaltschaft Berlin am Dienstag in Deutschland, Lettland und Malta Durchsuchungen durchgeführt, wie ein Behördensprecher mitteilte. Ermittelt werde bislang gegen elf Verdächtige im Alter von 31 bis 58 Jahren wegen banden- und gewerbsmäßiger Geldwäsche. Die Ermittler vermuten, dass insgesamt Vermögenswerte im mittleren zweistelligen Millionenbereich gewaschen worden sein könnten. Einer der Hauptverdächtigen wurde nach Angaben des Sprechers im brandenburgischen Lindow festgenommen.
Die Beschuldigten sollen ein Firmengeflecht mit zahlreichen Scheingeschäftsführern aufgebaut haben, um so illegale Geldflüsse vornehmen und die illegale Herkunft des Geldes verschleiern zu können. Die Aktionen sollen spätestens ab Juli 2021 über eine Bank in Malta abgewickelt worden sein. Nach den bisherigen Ermittlungen soll die Gruppe überwiegend von Berlin und Riga aus aktiv gewesen sein, so die Staatsanwaltschaft. Aus ihre Sicht agiert das Netzwerk im Bereich der russisch-eurasischen organisierten Kriminalität.