Immer wieder fallen in den sächsischen Wäldern auch Wölfe Wilderern zum Opfer. Erst am vergangenen Mittwoch (14. Februar) sei im Bereich der Königshainer Berge (Kreis Görlitz) ein getöteter männlicher Altwolf aufgefunden worden, sagte Karin Bernhardt, Sprecherin des Landesamtes für Umwelt. Zwei Fälle würden noch untersucht. Da lasse sich noch nicht mit Gewissheit sagen, ob es sich um illegale Tötungen handle. Im vergangenen Jahr wurden drei illegal getötete Wölfe gezählt. 196 tote Wölfe sind Bernhardt zufolge seit dem Jahr 2000 in Sachsen geborgen worden. Davon habe es sich in 17 Fällen um illegale Tötungen gehandelt.
In Sachsen leben aktuell rund 38 Rudel, 4 Paare und 2 Einzeltiere. Nach Angaben des Landesamtes wurden seit 1990 in Deutschland 1024 tote Wölfe gefunden. Dabei fielen 94 illegaler Tötung zum Opfer, 762 starben bei Verkehrsunfällen, in 14 Fällen ist die Todesursache offen. Der Wolf ist in Deutschland eine streng geschützte Tierart. Wer Wölfe tötet, riskiert bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.