Die Oper Leipzig soll künftig immer nachhaltiger werden. «Wir haben uns Ziele gesetzt, um immer klimafreundlicher zu arbeiten», sagte Intendant Tobias Wolff im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Eine Art Selbstverpflichtung sei die Zertifizierung nach einer internationalen Norm für nachhaltiges Veranstaltungsmanagement. Diese hat das Haus nun erhalten.
Eigenen Angaben nach ist die Oper Leipzig bislang das einzige Haus in Deutschland, das diese Zertifizierung nachweisen kann. Demnach verlange die DIN ISO 20121 «Nachhaltigkeitsziele und Leitlinien für nachhaltiges Handeln in umweltfreundlicher, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht, die kontinuierlich verfolgt und ausgebaut werden müssen». Dabei gehe es unter anderem um Themen wie Emissionsverminderung, Abfallmanagement oder Mobilität innerhalb des Hauses.
Wolff ist seit 2022 Intendant der Oper. Auf das Amt hatte er sich mit dem Ziel beworben, aus dem Kulturhaus einen nachhaltigen Betrieb zu machen. Die nun gewählte Norm gebe dem Haus größere Freiheiten in der Definition seiner Ziele, sagte Wolff. «Wir haben einen Maßnahmenkatalog, der sowohl ökologische als auch soziale Themen beinhaltet, erstellt. Wir dürfen die Nachhaltigkeit nicht mit dem Burn-out der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkaufen.»