Ein in Sachsen im vergangenen Jahr ausgewildertes Luchsweibchen hat sich auf die Wanderschaft nach Thüringen begeben. Die Katze mit den Pinselohren sei vom Erzgebirge mehr als 150 Kilometer unterwegs gewesen, um in das Saaletal in Thüringen zu kommen, teilte der Naturschutzbund (Nabu) in Jena mit. Das belege das Bild einer Wildtierkamera. Es handele sich bei dem Tier um die Luchsin Nova aus einem sächsischen Auswilderungsprojekt.
Die große Katze habe auf ihrer Wanderung die Autobahnen A72, A9 und nach Norden auch die A4 in Richtung Jena passiert, erklärte der Nabu-Projektmanager Luchse, Silvester Tamás. «Eigentlich sind Luchsweibchen nicht bestrebt, so weite Strecken zurückzulegen; dennoch könnte sie gerade jetzt in der sogenannten Ranzzeit durchaus motiviert sein, ein Luchsmännchen zu suchen.»