Linke und Grüne im Sächsischen Landtag kritisieren die geplante Kürzung von Zuschüssen für Tierheime scharf und fordern stattdessen mehr Geld. «Wir nehmen es nicht hin, dass Tierschutzvereine und Tierheime aufopferungsvoll und unter katastrophalen Bedingungen arbeiten müssen. Der Staat darf sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen», erklärte Linke-Fraktionschefin Susanne Schaper.
Regierung plant drastische Kürzung der Mittel für Tierheime
Im vergangenen Jahr waren die Mittel für Tierheime angesichts von Kostensteigerungen auf 920.000 Euro pro Jahr erhöht worden. Nun sollen die Gelder nach den Vorstellungen der CDU-SPD-Minderheitsregierung um die Hälfte auf 460.000 Euro gekürzt werden. Ein Änderungsantrag der Grünen sieht dagegen eine Steigerung auf rund 1,6 Millionen Euro vor. Die AfD sprach sich auch gegen eine Kürzung von Mitteln aus.
«Schon bisher standen die Heime mit dem Rücken zur Wand, die Ehrenamtlichen können kaum alle Aufgaben abarbeiten. Illegaler Welpenhandel, Beschlagnahmungen aus nicht artgerechten Reptilienhaltungen und die Folgen des pandemiebedingten Haustierbooms belasten sie zusätzlich», machte Schaper geltend. Man müsse die Investitionszuschüsse mindestens auf dem bisherigen Niveau halten.