Die Lausitzer Kommunen erhalten bei ihrem ehrgeizigen Vorhaben, europäische Modellregion des Strukturwandels zu werden, Rückenwind von der EU. Der zuständige EU-Kommissar Thierry Breton hat seinen Besuch in der Region für Mitte Mai angekündigt, wie die Lausitzrunde mitteilte. Hintergrund ist die Bewerbung des kommunalen Bündnisses, erstes Net-Zero Valley in Europa zu werden. Breton wolle sich persönlich von den Möglichkeiten der Region überzeugen, hieß es. Zu dem Treffen im Industriepark Schwarze Pumpe an der brandenburgisch-sächsischen Grenze werden unter anderem die Ministerpräsidenten beider Bundesländer erwartet, zudem Vertreter von Unternehmen wie der Leag und Arcelor Mittal, von Wirtschaftsverbänden und Universitäten. «Wir sind bereit, eine Modellregion zu werden, haben gute Ansiedlungsbedingungen, auch die Fördermöglichkeiten im Strukturwandel stehen zur Verfügung», sagte die Sprecherin für die Lausitzer Kommunen in Brandenburg, Christine Herntier, der Deutschen Presse-Agentur. «Unsere Chance besteht in den Zukunftsindustrien und wenn die EU diese Möglichkeiten schafft, wollen wir diese nutzen».
Mit dem Netto-Null-Industrie-Gesetz will Europa die Attraktivität seines Wirtschaftsstandorts durch schnellere Genehmigungsverfahren, gezieltere Aus- und Weiterbildung von und für Fachkräfte der Netto-Nulltechnologien und einen besseren Marktzugang für Technologien «Made-in-Europe» stärken.
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