Die nach Europa eingeschleppte Asiatische Hornisse breitet sich in anderen Bundesländern aus, in Sachsen gibt es dagegen noch keinen Nachweis. Zwar seien seit dem Frühjahr 41 Meldungen eingegangen, sagte Karin Bernhardt vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie auf dpa-Anfrage. Es habe sich jedoch bei keinem der Fälle um eines der invasiven Insekten gehandelt.
Ausgehend von der fortschreitenden Ausbreitung in westlichen Bundesländern, sei allerdings auch in Sachsen mit Funden zu rechnen. Das Landesamt hatte Anfang April ein Rundschreiben gezielt an Imker verbreitet mit dem Aufruf, Beobachtungen der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) zu melden.
Zur Aufzucht ihrer Larven erbeuten sie andere Insekten, erläuterte Bernhardt. «Dabei können vor allem in städtischen Bereichen Honigbienen bis zu zwei Drittel der Nahrung ausmachen.» Es sei daher zu erwarten, dass diese Hornissen am ehesten an Bienenstöcken zu finden sind, wenn sie sich im Freistaat ansiedeln.