Die Chemnitzer Turn-Trainerin Gabriele Frehse hat in einem Offenen Brief an den Sportausschuss des Deutschen Bundestages mögliche verbale Fehltritte gegen Sportlerinnen eingeräumt, die unerlaubte Verabreichung von Medikamenten aber erneut bestritten. Es habe nie in ihrer Absicht gestanden, mit den von ihr trainierten Turnerinnen in einer Weise zu kommunizieren, welche diese als «psychische Misshandlung» hätten wahrnehmen können, heißt es in dem vom Online-Portal «gymmedia.de» veröffentlichten Schreiben.
«Wenn einzelne der Turnerinnen das gleichwohl dennoch so wahrgenommen haben, so tut mir das aufrichtig leid und ich bitte die entsprechenden Personen um Entschuldigung», schrieb die Trainerin. Zugleich beteuerte sie, dass sie nie unerlaubt Medikamente verabreicht habe. «Im Hinblick auf den Vorwurf der Schmerzmittelvergabe möchte ich betonen, dass eine solche nie ohne die Zustimmung der Ärzte oder der Eltern erfolgte», schrieb Frehse.
Die Vorsitzendes Sportausschusses, Dagmar Freitag (SPD), bestätigte am Montag auf dpa-Anfrage, dass der Brief am vergangenen Donnerstag in ihrem Büro eingegangen und anschließend den anderen Mitgliedern des Gremiums zur Kenntnis gegeben worden sei.