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Spieler Raum über den Schiedsrichter: «Bisschen grimmig»

Leipzigs David Raum am Ball. / Foto: Jan Woitas/dpa
Leipzigs David Raum am Ball. / Foto: Jan Woitas/dpa

Leipzig spielt stark in Madrid, nutzt aber die Chancen nicht effizient genug. Danach gibt es wie nach dem Hinspiel eine Schiedsrichter-Debatte.

Nach dem Achtelfinal-Knockout von RB Leipzig in der Champions League bei Real Madrid hat erneut die Schiedsrichterleistung für Diskussionen gesorgt. Vor allem die Szene in der 54. Minute, als Vinicius Junior Leipzigs Kapitän und Abwehrchef Willi Orban erst foulte und dann an der Mittellinie mit einer Tätlichkeit zu Boden schickte, erregte die Gemüter. «Ich sage ganz offen und ehrlich: Wenn ein Spieler von uns dem Gegenspieler so an den Hals geht, fliegt der zu hundert Prozent vom Platz», sagte Nationalspieler Benjamin Henrichs nach dem 1:1 am Mittwochabend und ergänzte: «Und dann ist es natürlich bitter, dass Vinicius das Tor macht, obwohl er eigentlich gar nicht mehr auf dem Platz stehen darf.»

Real-Coach Carlo Ancelotti verteidigte seinen Star, der in der 65. Minute für die schmeichelhafte Führung gesorgt hatte: «Er hat zu stark geschubst. Eine Rote Karte habe ich dabei nicht gesehen.» Leipzigs David Raum hatte eine andere Wahrnehmung vom italienischen Referee Davide Massa. «Ich würde nicht sagen seltsam, aber die ein oder andere Art, wie er mit mir und meinen Mitspielern geredet hat, war ein bisschen grimmig. Er ist sicher ein guter Schiedsrichter, aber wir sind auch nette und coole Typen. Er kann ruhig normal mit uns reden. Die Madrid-Spieler wurden ein wenig höflicher angesprochen», sagte der Abwehrspieler, der in der 68. Minute die Flanke für Orban gab, der mit einem Hecht-Kopfball den Ausgleich erzielte.

Nach dem Tor-Klau im Hinspiel, als in der Anfangsphase ein Kopfballtreffer von Benjamin Sesko nicht gegeben wurde und auch der Videoassistent nicht eingriff, war es nun die zweite umstrittene Aktion von den Unparteiischen. «In erster Linie ist es schade, dass wir in der Champions League über die Schiedsrichterleistung reden müssen. Es muss klar sein, dass da Topleute geschickt werden. Er ist sicher ein Top-Schiedsrichter, aber er hat ein paar falsche Entscheidungen getroffen», sagte Raum. Das Feedback der Gegenspieler Antonio Rüdiger und Jude Bellingham bestärke ihn. «Insgesamt weiß Madrid, dass wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben, ich glaube, die schnaufen auch durch in der Kabine und sind froh, dass sie weitergekommen sind».

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