Norbert Loch umarmte seine Rodlerinnen und Rodler nach dem Gold-Coup bei der Heim-WM und tanzte durch den Altenberger Eiskanal. Für den nach der Saison scheidenden Bundestrainer bedeutete der Staffel-Sieg am Sonntag die 97. WM-Medaille und das 44. Gold. «Es ist eine sehr, sehr lange Zeit gewesen. Ich möchte ein gut funktionierendes Team unserem neuen Cheftrainer übergeben, wenn die Saison zu Ende ist», sagte Loch.
Bei Olympia haben die Loch-Schützlinge 13 Gold-, fünf Silber- und vier Bronzemedaillen gewonnen. Die sechsmalige Olympiasiegerin Natalie Geisenberger, die ihre Karriere beendet hat und am Sonntag mit einer emotionalen Zeremonie offiziell verabschiedet wurde, sagte: «Ich bin gespannt, ob es jemals wieder so einen erfolgreichen Rodel-Bundestrainer geben wird.»
WM-Medaille Nummer 96 in der Ära von Loch holte kurz vor dem Team-Sieg vor den USA und Lettland Julia Taubitz mit Silber im Einsitzer-Rennen hinter der österreichischen Überraschungssiegerin Lisa Schulte. Zwei Tage nach ihrem Sprint-Gold war die 27-Jährige nicht gänzlich zufrieden: «Ich hätte gerne schönere Läufe gezeigt. Trotzdem bin ich unheimlich froh über die Medaille.»