Dass es für Julian Nagelsmann im fünften Anlauf endlich zum ersten Sieg gegen Lehrmeister Thomas Tuchel gereicht hat, war für den Trainer von RB Leipzig nur ein Nebengeräusch. Vielmehr lobte der 33-Jährige seine Mannschaft nach dem letztlich verdienten 2:1 gegen Paris Saint-Germain in der Champions League. Die kleine Ergebniskrise von zwei Niederlagen nacheinander ohne eigenes Tor scheint überwunden.
«Der Sieg war ein bedeutender Schritt für uns», sagte Nagelsmann mit Blick auf die enge Gruppe H. Punktgleich mit Manchester United ist Leipzig zur Halbzeit der Gruppenphase Zweiter, Paris und Istanbul Basaksehir haben mit jeweils drei Zählern die Hälfte der Ausbeute auf dem Konto. Das Rückspiel in Paris in drei Wochen könnte demnach bereits eine Vorentscheidung bringen. «Das Duell ist durch den Sieg nicht vorbei, aber natürlich fährt man mit etwas weniger Druck nach Paris», betonte Nagelsmann.
Wie gut PSG auch ohne seine Superstars Kylian Mbappé und Neymar sein kann, zeigte die Mannschaft in der Anfangsphase. Angel Di Maria (6. Minute) erzielte die frühere Führung, weil «wir sie mit unseren Fehlern eingeladen haben», wie Nagelsmann beklagte. Nach 16 Minuten konnte sich Leipzig bei Torwart Peter Gulacsi bedanken, der mit dem gehaltenen Elfmeter von Di Maria einen größeren Rückstand verhinderte - für Nagelsmann ein «winning moment».