Mit schmerzverzerrtem Gesicht und lädierter Schulter ging Dani Olmo direkt vom Platz in die Kabine. Cheftrainer Marco Rose und die Mitspieler versuchten zu trösten, doch eins war bereits klar: Es ist etwas Ernsthaftes. «Er hat mir sofort gesagt, da ist etwas an der Schulter», sagte Nationalspieler David Raum. RB Leipzigs Coach Rose war nach der 6:0-Gala gegen den 1. FC Köln niedergeschlagen. «Die Verletzung von Dani Olmo, das tut uns richtig weh. Das ist schon richtig bitter», sagte Rose, der den spanischen Nationalspieler behutsam nach seiner Kniestauchung aufgebaut hatte, um ihn dann im DFB-Pokal beim VfL Wolfsburg an diesem Dienstag (18.00 Uhr) von Beginn an zu bringen.
Olmo hat sich eine Schultereckgelenksprengung zugezogen. Das ergaben die Untersuchungen am Samstagabend und im Laufe des Sonntags. Zwar konnte eine Fraktur dabei ausgeschlossen werden, Olmo fällt dennoch wochenlang aus. Wie lange genau, das kann derzeit nicht voher gesagt werden.
Der gerade erst in der 63. Minute eingewechselte Spanier war wenig später vom Kölner Luca Kilian von den Beinen geholt worden und fiel dabei auf die Schulter. So verließ er sieben Minuten nach seiner Einwechslung und einer kurzen Behandlung wieder den Rasen. «Wir müssen mit einer langen Ausfallzeit rechnen», sagte Rose. «Das ist für mich echt schwer zu ertragen, für den Jungen auch», erklärte er dem TV-Sender Sky. Olmo sei für das RB-Team wichtig als Spieler und als Mensch. «Es wäre für die nächsten Wochen fantastisch gewesen, diesen Spieler zu haben. Die Unterschiedsspieler müssen gesund bleiben», sagte Rose.