Nach seiner Doppelpack-Gala legte Timo Werner in der Nacht von Lissabon gleich mit einer Kampfansage nach. «Wir sind nicht in der Champions League, um nur dabei zu sein. Wir wollen weiterkommen. Wenn es möglich ist, auch als Tabellenerster», sagte der Fußball-Nationalspieler nach dem 2:1 (0:0) beim portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon.
Mit sieben Toren in sieben Pflichtpartien hat der Angreifer unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann einen Traumstart hingelegt und ist zu einem Profi gereift, der den Qualitätsunterschied zwischen zwei Teams ausmachen kann. Das veränderte System mit weniger langen Bällen und einem vermehrt spielerischen Ansatz passt perfekt zum schnellen Werner. «Wir spielen einfach gut und am Ende darf einer die Tore schießen. Dafür bin ich da», sagte Werner und nannte weitere Gründe für den Höhenflug: «Wir sind alle ein wenig älter geworden und haben mehr Spiele auf dem Buckel. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auf diesem Niveau mithalten kann.»
Nicht nur mithalten, sondern wie in der zweiten Halbzeit von Lissabon eine Begegnung auch bestimmen und verdient gewinnen. Das ist Anlass für Träumereien und lässt Werner schon auf die nächsten beiden Auftritte gegen Olympique Lyon (2. Oktober) und Zenit St. Petersburg (23. Oktober) blicken. «Daheim sind wir in der Lage, gegen jeden Gegner zu gewinnen. Wenn wir die Spiele gewinnen, sind wir mit einem Bein im Achtelfinale. Das muss unser Ziel sein», sagte der Angreifer, der in sieben Königsklassen-Spielen bereits fünf Tore in der Statistik stehen hat.