Diese Erkenntnis nach dem historischen ersten Sieg in der Champions League dürfte nicht nur RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl optimistisch nach vorne schauen lassen. Denn das 3:2 (3:2) in der Königsklasse gegen den FC Porto offenbarte: Der teils spektakuläre Hochgeschwindigkeits-Fußball, mit dem die Sachsen in der Vorsaison die Bundesliga aufmischten, greift nun auch immer besser im Konzert der ganz Großen. «Ich glaube, wir sind in der Champions League angekommen», sagte Hasenhüttl nach dem «historischen Moment».
Vor allem im ersten Durchgang war RB kaum zu bremsen: Schnörkelloses, schnelles Spiel nach vorne, Pässe in die Tiefe, Chancen in Serie, aggressives Gegenpressing - die Tore von Kapitän Willi Orban (8. Minute), Emil Forsberg (38.) und Jean-Kévin Augustin (40.) vor 41 496 Zuschauern waren da nur die logische Konsequenz.
Doch so gut die Defensive, so anfällig war noch die Defensive. Bei den beiden Treffern für den 27-maligen portugiesischen Meister durch Vincent Aboubakar (18.) und Iván Marcano (44.) war die RB-Abwehr nicht auf der Höhe. «Wenn wir die Leichtsinnigkeiten hinten auch in den Griff kriegen, haben wir eine schöne Zukunft vor uns», sagte Hasenhüttl, der in der 75. Minute Stürmer Timo Werner brachte. Der zuvor angeschlagene Nationalspieler lief erstmals seit dem 26. September wieder auf.