Ministerpräsident Michael Kretschmer würdigt die Stimmung im Stadion von Dynamo Dresden und rät davon ab, dem Fußball-Zweitligisten mit Vorurteilen zu begegnen. Auf die Frage der «Neuen Osnabrücker Zeitung», ob sich die Anhänger des Aufsteigers VfL Osnabrück vor den Dynamo-Fans fürchten müssen, antwortete der CDU-Politiker: «So ein Unsinn. Ich mag Osnabrück sehr, ich war oft dort. Osnabrück tritt ja nicht zum ersten Mal in Dresden an. Ich bin mir sicher, dass sich die VfL-Fans schon auf das Auswärtsspiel in Dresden freuen, denn so eine Stimmung wie im Harbig-Stadion findet man in der 2. Bundesliga wahrscheinlich kein zweites Mal.»
Gleichzeitig nahm Kretschmer Stellung zu der Aussage, dass insbesondere die Fans der Ost-Clubs «alle rechtsextrem» seien. «Meine Erfahrung: Die Leute kennen sich viel zu wenig aus und lassen sich von Vorurteilen beeinflussen. Der Fußball schafft tolle Möglichkeiten, die Menschen zusammenzubringen», sagte Kretschmer.
Ein Spiel von Dynamo Dresden gegen Hertha BSC hatte Anfang April wegen Krawallen im Stadion und einer langen Spielunterbrechung für Schlagzeilen gesorgt. Im Nebel von abgebrannter Pyrotechnik wurde ein Hertha-Banner gestohlen. Anschließend kam es zu Ausschreitungen im Innenraum. Pyrotechnik wurde in beide Fanblöcke geschossen. Beide Clubs wurden zu Geldstrafen verurteilt. Außerdem laufen strafrechtliche Ermittlungen.