Die deutschen Rodler haben beim Weltcup in Altenberg mit historischen Aufholjagden Geschichte geschrieben. Nachdem am Samstag Weltmeister Max Langenhan vom BRC 05 Friedrichroda vom 21. Rang nach dem ersten Durchgang noch zum Sieg gerast war, toppte die WM-Zweite Julia Taubitz am Sonntag dieses Ergebnis noch einmal. Die Oberwiesenthalerin schaffte das bisher einzigartige Kunststück, von Platz 22 ganz nach vorn zu fahren. Sie verwies die Lettin Elina Ieva Vitola mit 0,149 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Dritte wurde Weltmeisterin Lisa Schulte aus Österreich, die auf Taubitz 0,297 Sekunden Rückstand hatte.
«Der Plan war eigentlich, nach dem ersten Lauf im vorderen Mittelfeld zu sein, das hat nicht ganz geklappt. Ich hatte ein paar Fehlerchen eingebaut, die am Ende noch ganz praktisch waren», sagte Taubitz, die mit ihrem 24. Weltcup-Sieg die Führung in der Gesamtwertung ausbaute. «Es war halt ein Wetterrennen. Da freut man sich nicht ganz so über einen Sieg wie bei Kaiserwetter.» Anna Berreiter wurde Vierte, auch Melina Fischer als Sechste und Merle Fraebel als Siebte schafften Top-Ten-Plätze-Plätze.