Die eigentlich unmögliche Aufgabe THW Kiel sorgt bei den Handballern des SC DHfK Leipzig für Adrenalinschübe. Besonders das Duell mit Torwart-Superstar Niklas Landin versetzt die Sachsen vor dem Spiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) in Wallung. «Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, als jetzt gegen ihn zu werfen. Er ist gerade Weltmeister geworden, war einer der prägenden Spieler - irgendwas muss das mit einem Menschen doch machen. Er ist ja kein Roboter», sagte Trainer André Haber.
Die berechtigte Annahme, dass der dänische National-Held im Kieler Tor aus Fleisch und Blut besteht, ist aber nicht der einzige Anlass zur Hoffnung auf einen Coup. «Viele Spieler von Kiel waren bei der WM bis zum Schluss dabei. Bei Sander Sagosen ist nicht klar, ob er spielt», betonte Kreisläufer Alen Milosevic. «Das ist kein Nachteil für uns. Wir haben dort absolut eine Chance, wenn wir eine Abwehr spielen.»
Der wahnwitzige Spielplan will es nämlich, dass Kiel am Donnerstag - also nur vier Tage nach dem WM-Finale - schon wieder in der Champions League gegen die Ukrainer aus Saporoschje antreten musste. «Wir haben ein krankes System erschaffen. Da fasst man sich an den Kopf», sagte Manager Karsten Günther. Man müsse künftig verhindern, dass es zu solchen Auswüchsen komme.