Dominik Szoboszlai nahm das Trikot des schwer verletzten Peter Gulacsi mit auf die Ehrenrunde, Emil Forsberg rang im Souterrain des Leipziger Stadions nach Worten. Der Kreuzbandriss ihres Kapitäns und Torwarts überschattete RB Leipzigs 3:1-Sieg in der Champions League, Gulacsi wird dem Team auf dem Platz und vor allem als Führungspersönlichkeit womöglich für den Rest der Saison fehlen. «Er ist unser Kapitän, ist fast so lange hier wie ich. Er ist seit acht Jahren mein Kumpel», sagte Forsberg bedrückt und fügte an: «Ich fühle mich richtig schlecht.»
Noch in der Nacht zu Donnerstag hatte der Club die Diagnose «Riss des vorderen rechen Kreuzbandes» veröffentlicht. Weitere Untersuchungen sollen in den kommenden Tagen klären, ob in Gulacsis Knie noch mehr in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Schon unmittelbar nach dem Spiel hatte Trainer Marco Rose die Bedeutung Gulacsis unterstrichen: «Das mit Pete tut richtig weh. Er ist Kapitän, seit Jahren eine absolute Bank in Leipzig. Das sah nicht gut aus.»