Minuten nach dem 2:3 (1:2) seines 1. FC Magdeburg bei Hertha BSC schwankte Baris Atik, der das Team als Kapitän angeführt hatte, irgendwo zwischen Ärger, Enttäuschung und Resignation. «Ich habe einfach erwartet, dass es nach zwei Spielen, wo wir es gut gemacht haben, dass es Klick gemacht hat und wir es verstanden haben. Aber wir sind wieder in unser altes Muster gefallen», erklärte der Torschütze zu 1:0-Führung der Magdeburger.
Die alten Muster, das sind die individuellen Fehler, die den Elbestädtern schon die ganze Saison immer wieder unterlaufen und eben auch immer wieder Punkte kosten. Gegen die Hertha waren es am Freitagabend gleich drei, die die Gegentore verursachten und einen erstaunlich passiven Gegner erst ins Spiel zurück und dann auf die Siegerstraße brachten.
Schaut man auf die Magdeburger Niederlagen, so kosteten individuelle Schnitzer in dieser Saison schon mindestens acht Punkte. Punkte, die den FCM deutlich näher an das Ziel Klassenerhalt und die ursprünglich von Sportdirektor Otmar Schork ausgerufene «sorgenfreie Weiterentwicklung» katapultiert hätten. Das Problem: Immer wieder patzt ein anderer Profi, mit einer einfachen personellen Änderung ist es nicht getan.