Es ist bitterkalt - bei 35 Grad in der Sonne. Denn nur eine Tür weiter steht man in einer Art Kältekammer - die Trainingshalle der Joynext-Arena. Dort starteten bei gefühlt 12 Grad Celsius am Mittwoch die Eishockey-Profis der Dresdner Eislöwen mit einer lockeren 75 Minuten-Trainingseinheit in die Vorbereitung auf die bevorstehende Saison in der DEL2.
Und der gebürtige Dresdner Ricardo Hendreschke kommentierte den frostigen Auftakt mit einer pointierten Analyse. "Meine Füße sind total kalt", erklärt er seinem Kollegen Tom Knobloch im kurzen Zwiegespräch. Daran werden sich Hendreschke und seine Kollegen gewöhnen müssen. Der neue Cheftrainer Bohuslav "Bo" Subr bittet nun täglich bis zu zwei Einheiten aufs Eis, exklusive Krafteinheiten oder Zeit für die Regeneration.
Dabei kann sich Subr, der aus Ravensburg nach Dresden wechselte, mit seinem bislang 26-köpfigen Kader gleich in die Vollen gehen. Denn: "Hier ist keiner mit einer Kugel am Bauch zum Training gekommen", sagt Eislöwen--Sportdirektor Jens Baxmann augenzwinkernd. Im Gegenteil: Am Montag und Dienstag hinterließen alle Profis bei den entsprechenden sportmedizinischen Untersuchungen einen guten Eindruck. Auch der zuletzt verpflichtete kanadische Verteidiger Ryan MacKinnon und Stürmer Jan Nijenhuis.

