Leipzig (dpa) -
Dynamos wohl schönste Niederlage
Thomas Stamm kann auch anders. Der sonst so kritische Dynamo-Trainer, dem nur selten ein Lächeln übers Gesicht gleitet, ging trotz der 0:1-Niederlage der Dresdner beim SV Waldhof Mannheim komplett aus sich heraus. Er nahm die Bierdusche in der Pressekonferenz locker hin und grölte mit den Spielern und den Fans bei der Ankunft der Aufstiegshelden in der Nacht zum Sonntag in der Dynamo-Akademie lauthals «Nie mehr 3. Liga».
Seiner Verantwortung für das Team kam er dennoch nach. Zumindest versuchte er es. Als die Mannschaft die Pressekonferenz gestürmt hatte, schickte er sie mit den mahnenden Worten - «Zwischendurch auch mal was Alkoholfreies» - wieder weg. Eine Analyse des alles andere als aufstiegsreifen Auftritts schenkte er sich.
Viel mehr blickte er schon mal bilanzierend auf seine erste Saison in Elbflorenz. «Da ist viel Freude. Vor allem, wenn ich sehe, wie viele langjährige Mitarbeiter, auch Spieler, die den Verein begleiten, in Tränen ausbrechen. Das ist Ausdruck, was der Verein der Stadt bedeutet und umgekehrt. Das ist eins und genau so muss es sein. Es ist schön, dass wir heute etwas zurückgeben konnten», sagte Stamm bei «MagentaSport», ehe auch er sich dem Feiermarathon anschloss.