Das letzte Olympia-Ticket für die deutschen Slalomkanuten wurde zur Hängepartie. Nach dem vermeintlichen Sieg des Olympia-Dritten Sideris Tasiadis gab es einen Einspruch, da sich das Tor 18 verschoben hatte. So musste der Finallauf der Canadier mit den letzten vier Startern wiederholt werden. In diesem setzte sich Tasiadis von den Kanu-Schwaben Augsburg vor dem Leipziger Lennard Tuchscherer durch und buchte seine vierte Olympia-Teilnahme. «Es überwiegt gerade noch die Wut, wie die Entscheidung gefallen ist. Zwei Läufe habe ich gewonnen, und dann sollte ich nochmal ran», sagte der 33-Jährige.
Nach Tokio-Olympiasiegerin Ricarda Funk setzte sich das Augsburger Trio Elena Lilik, Noah Hegge und Tasiadi am Sonntag bei der deutschen Olympia-Qualifikation in Markkleeberg durch. «Eine Olympia-Quali ist gefühlt das Härteste, was es gibt. Es ist gefühlt härter als die Olympia-Teilnahme, weil man einfach abliefern muss. Alles was zählt, ist Platz eins», sagte Funk vom KSV Bad Kreuznach, die ebenfalls in Augsburg lebt.